Dis - broken

Ich weiß nicht, ob Sie wissen, wie es ist,
wenn die Seele stückchenweise zerbricht.

Lautlos.

Ohne Tränen.

Stück für Stück.

Und mit jedem Stück verliert man sich selbst etwas mehr.

 

Ich habe Menschen früher dafür verurteilt, wenn es hieß:
"Ich kann nicht anders. Meine Vergangenheit steht mir im Weg."
Man verurteilt am ehesten die, die einem am ähnlichsten sind.
Nun stehe ich selber da und komme nicht weiter.

Für solche Ereignisse gibt es Schlüsselmomente.
Schlüsselerlebnisse.
Wieviel es bei mir waren? Ich weiß es nicht.
Zuviele.

Ich halte Nähe nur bedingt aus.
Gehe auf Abstand, sowie es eng wird.
Verletze, wenn jemand meiner Seele zu nahe kommt.
Stoße vor den Kopf, breche Streit vom Zaun.
Ich kann wirklich ekelhaft werden.
Schuld hatte immer der Andere.
Bisher.

Es kostet unendlich viel Kraft, sich seinen eigenen Unzulänglichkeiten zu stellen.
Annehmen klappt noch nicht.
Aber wahrnehmen.

Meine moralischen Werte übersteigen die Norm und ich weiß es,
verurteile aber aufs härteste und schaffe es nichtmal selber,
diese einzuhalten.
Muster. Alles Muster aus Selbstschutz.
Und trotzdem renne ich in Situationen,
die mich Kopf und Kragen kosten können.
Immer wieder.

Verwirrend. Für mich. Für andere.
Anstrengend. Ermüdent.
Aber wie ein Steh-auf-Männchen mache ich weiter.
Beginne von Vorne, renne erneut, strenge mich an.
Kämpfe, verliere, gewinne, falle...



30.9.14 17:02

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